VORSORGE

Wäre es nicht gut, etwas tun zu können, bevor Probleme spürbar werden? Oder zumindest, bevor aus einem Problem oder einem Unwohlsein eine echte Störung des Gleichgewichts wird, eine Krankheit entsteht?

Oft bemerkt man, dass etwas nicht stimmt, kann das Gefühl aber nicht zuordnen. Vielleicht bin ich nach einem eigentlich erholsamen Wochenende doch noch müde und habe am Montagmorgen keine Lust, arbeiten zu gehen. Vielleicht merke ich im Urlaub, dass ich gar nicht wirklich „herunterkomme“ von meinem Stresslevel. Oder die unerledigten Dinge scheinen immer mehr zu
werden und ich muss schon meine verschiedenen to-do-Listen organisieren, anstatt sie zu erledigen. Und nicht erst wenn ich gar keine Lust auf gar nichts mehr habe, sondern vorher schon lohnt es sich nachzuschauen, was an störenden Dingen da ist.
Andere bemerken in unterschiedlichen Situationen, dass der Magen, der Darm oder sonst etwas im Bauch sich meldet – liegt es am Essen oder am Stress? Habe ich eine Allergie oder gar eine Nahrungsmittelunverträglichkeit? Oftmals sorgen Anspannung und Verkrampfung für Schmerzen im Bereich der Muskulatur – im Rücken, in den Knien, im Bauch. Oder es kommen Kopfschmerzen immer stärker und häufiger, das Ohrgeräusch wird lauter, die Nackenschmerzen nehmen zu?

All das können Anzeichen sein, dass unser Körper oder unser Geist, unsere Seele oder unser ganzes System mit Aufgaben und Anforderungen zu kämpfen hat, die uns an unsere Belastungsgrenze bringen – oder darüber hinaus. Eine Zeitlang lässt sich das aushalten und kompensieren, aber nur mit einem gehörigen Energieaufwand. Geht es über die Kräfte, vor allem wiederholt oder über einen längeren Zeitraum, entsteht schließlich eine Erkrankung.
Diese Anzeichen wahrzunehmen und Lösungen im Umgang mit den zugrundeliegenden Problemen zu finden, schützt vor Überforderung und ist echte Vorsorge.